Eine Frage aus dem Quiz lautet: Was ist ein Komet? Die Antwort auf diese Frage lautet: Ein schmutziger Schnellball mit einem Schweif. Diese Antwort ist korrekt – aber über Kometen kann man viel mehr erfahren. Auf dieser Seite schauen wir den Kometen etwas genauer an…
Der Komet «Neowise»
Der Komet «Neowise», aufgenommen in den USA, nahe Los Angeles. Gemacht wurde das Foto am frühen Morgen des 22. Julis 2020.
Der Komet befindet sich ungefähr 103’000’000 km von der Erde entfernt. Die Sonne befindet sich etwa 147’000’000 km von der Erde entfernt.
Die Aufnahme entstand am 10. Juli 2020 in Ungarn. Am unteren Bildrand ist die Stadt Salgotarjan zu sehen.
Der Durchmesser von «Neowise» schätzt die NASA auf etwa 5 km. Sein Schweif ist viele Milionen Kilometer lang.
Hier eine Foto des Kometen, gemacht von Illnau aus im Kanton Zürich. Ebenfalls im Juli 2020. Am 23. Juli flog er am erdnächsten Punkt vorbei und wurde in den kommenden Tagen und Wochen immer schwächer bis er schon bald nicht mehr mit blossem Auge zu sehen war.
Wissenschaftler haben berechnet, dass «Neowise» unsere Sonne alle 6’920 Jahre umrundet. Das heisst, dass er im Jahr 8942 wieder an der selben Stelle an der Erde vorbeikommen wird. Die Wissenschaftler können die Umlaufzeit so genau berechnen, dass die Jahreszahlgenauigkeit mit plus/minus 10 Jahren angegeben werden kann.
In der Animation (2. Bild) kann man sehen, dass «Neowise» von «unten» kommt und «oben» wieder verschwindet. Im Gegensatz zu unseren Planeten, die alle auf einer Ebene die Sonne umrunden, hat er eine ganz andere Umlaufbahn.
Interview mit Felix Blumer, Naturwissenschaftler beim SRF.
(Quelle: Die Wetterwoche vom 18. Juli 2020)
Ein Komet ist ein Brocken im Weltall. Er ist viel kleiner als ein Planet, umrundet aber meist ebenfalls die Sonne. Der Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Haarstern“. Ein alter deutscher Name ist „Schweifstern“. (Quelle: Klexikon.de)
Die Grösse (Durchmesser) der drei hier vorgestellten Kometen: Neowise: 5 km, Halley: 11 km, Hale-Bopp: 60 km
Der Komet «Halley»
Ein wichtiger Forscher zu Kometen war Edmund Halley (1652 – 1742). Er trug das Wissen über einen bestimmten Kometen zusammen, der 1682 erschienen war. Seiner Meinung nach war es der gleiche, der schon 1531 und 1607 an der Erde vorbeikam und von Menschen beobachtet wurde. Er war sich sicher, der Komet müsste 76 Jahre später ebenfalls zu sehen sein. Halley erlebte es nicht mehr, aber der Komet kam tatsächlich. Ihm zu Ehren nannte man ihn den Halleyschen Kometen.
Der Komet kam 1835 erneut, und wieder glaubten Menschen, er wäre für grosse Unglücke und viele Tote verantwortlich. 1910 glaubten manche, dass Gift im Schweif die Menschen in Gefahr bringen würde. Aber auch 1986 tat der Komet den Menschen nichts, als er bislang zum letzten Mal vorbei flog.
Diese Zeichnung stammt aus dem Jahr 1618. Der Zeichner wollte zeigen, wie der Komet Halley aussah, den er über der deutschen Stadt Augsburg gesehen hat.
Eine Darstellung aus dem Jahre 1910. Viele Menschen hatten Angst vor dem giftigen Schweif des Kometen.
Der Komet Halley erschreckt die Menschen
Der Komet Halley ist circa alle 76 Jahre zu sehen und hat die Menschheit seit vorchristlicher Zeit ebenso fasziniert wie in Schrecken versetzt. So auch am 19. April 1910. Damals löste das Erscheinen des Himmelskörpers regelrecht Panik aus.
Quelle: SRF-Sendung «Tageschronik» vom 19.Juni 2015
Früher kannten die Menschen am Himmel nur Sterne und Planeten. Manchmal sahen sie aber Kometen als Lichtkugeln mit langen Schweif. Die Erscheinung ist gut mit blossen Augen sichtbar. Die Kometen tauchten plötzlich auf und waren bald wieder weg. Viele Menschen glaubten, dass der Komet grosses Unglück ankündigt oder es sogar verursacht. (Quelle: klexikon.de)
Der Komet «Hale-Bopp»
Am 23. Juli 1995 beobachtete der US-Astronom Alan Hale von New Mexico den Kugelsternhaufen M70 im Sternbild Schütze. Im Blickfeld seines Teleskops fiel ihm sofort ein Nebelfleck auf, den er nie zuvor gesehen hatte.
In derselben Nacht bemerkte auch der Amateurastronom Thomas Bopp in Arizona dieses unbekannte Objekt. Nachdem sie sich überzeugt hatten, dass sich der Fleck langsam vor dem Hintergrund der Sterne bewegt und somit ein Komet sein muss, schickten sie jeweils eine E-Mail an das Zentral-Büro für Astronomische Telegramme, das solche Entdeckungen registriert.
Alan Hale und Thomas Bopp konnten in jener Nacht noch nicht ahnen, dass sie einen ganz besonderen Kometen entdeckt hatten. Hale-Bopp, wie er offiziell genannt wird, erreichte erst anderthalb Jahre später seine größte Helligkeit. Den Astronominnen und Astronomen blieb viel Zeit, um eine riesige Beobachtungskampagne zu planen. Buchstäblich jedes Teleskop wurde mal auf den Kometen gerichtet.
Hale-Bopp war fast anderthalb Jahre lang mit bloßem Auge zu erkennen, ein einsamer Rekord. Im Frühjahr 1997 war Hale-Bopp mit seinem langen Schweif wochenlang selbst am Himmel einer lichterfüllten Großstadt gut zu sehen.
Der Komet der beiden zeigt sich an unserem Himmel erst wieder in mehr als 2.300 Jahren. (Quelle: Deutschlandfunk vom 22. Juli 2020)
Das Video beantwortet zwei Fragen: «Woher kommen Kometen?» und «Wie entsteht der Schweif?».
Die Darstellung der Form des Kometen «Tschuri» und dessen Zusammensetzung (Verhältnis) sind falsch, dass weiss man heute besser.











